Winter im Garten: Ein Rotkehlchen (vermutlich) sitzt auf einer Futterscheibe, die frei in der Luft hängt. Leichter Schneefall und unschärfer Hintergrund, vermutlich mit Nadelgehölzen

Draußen rauscht der Regen runter, ab morgen sollen die Temperaturen in die Minusgrade rutschen, und dunkel ist es auch schon wieder.

Blick durch ein Fenster voller Regentropfen auf eine verschwommenen Balkon und vage erkennbare Bäume und Hecken im Hintergrund vor einem grauen Himmel
deutscher Winter – ein Symbolbild

Winter im Garten. Naja, wohl eher, Winter nicht im Garten.

Es gibt unzählige, sehr gute Artikel darüber, was im Winter im Garten alles zu tun ist. Oder nicht zu tun. Oder was vor dem Winter getan werden muss, oder keinesfalls getan werden sollte. Dies ist keiner dieser Artikel.

Du kannst natürlich schauen, ob alle frostempfindlichen Pflanzen ordentlich geschützt, ob die Polster weggeräumt, und die Möbel abgedeckt sind.

Demnächst wird es Zeit (so, ab Anfang März) die toten Pflanzenteile, die du über Winter hast stehen lassen (für die Insekten, und für die Winteroptik), zurück zu schneiden. (Ich setze mir eine Erinnerung in meinen Kalender).

Solange der Boden sicher frostfrei ist, kannst du im Winter auch durchaus Pflanzen setzen. Aber ist dafür jetzt gerade wirklich die Zeit?

Schenk dir einen Tee ein. Setz Kaffee auf. Mach dir einen Obstteller zurecht (Die Feiertage sind ja schließlich vorbei und … ach was. Die Kekse müssen leer werden. Rosinen sind auch Obst.)

Jetzt ist Zeit zum Träumen.

Zum Planen.

Zum Ideen spinnen.

Ein gemütlicher Fenstersitz: Ein helles Fell, um darauf zu sitzen, ein rotes Kissen, eine Kerze, Kaffee und etwas zu naschen auf einem Tablett
Zeit, nach Innen zu schauen, von Außen in und auf den Garten

Winter im Garten – Was tun?

Nimm dir zu Tee und Keksen im Lieblingssessel einen Block, deine Gartenbücher, vielleicht auch das Tablet oder den Laptop.

Falls du schon einen Garten hast: Lass das letzte Jahr Revue passieren. 

Was hat dich glücklich gemacht im Garten? 

Wann war der Garten besonders schön?

Welche Pflanzen haben sich genauso oder besser entwickelt, als du gehofft hast?

Notier dir alles Gute. Wenn es abstrakte Eindrücke sind, denk einen Moment darüber nach, woraus sie sich zusammensetzen: 

„Im April wirkte der Garten so lebendig!“ – „Da blühten die ersten Beete und die Bienen waren wieder unterwegs.“

„Die Sommerabende im Juli waren wie still verzaubert“ – „Die Duftrose und der Lavendel an der Terrasse hatten ihren großen Auftritt im Juli.“

Wenn du noch nicht bestimmen kannst, worauf sich deine guten Erinnerungen zurückführen lassen – das ist egal. Verkrampf dich nicht. Vermutlich wird es dir später noch klar werden.

Was hat dich gestört im Garten?

Denke als nächstes daran, was dich gestört hat. Auch das muss erstmal nicht konkret sein. „In der Sitzecke habe ich irgendwie nie gesessen.“

„Ich hatte mich so auf die Pfingstrosen gefreut, aber die haben kaum geblüht.“

Oder ein ganz neues Grundstück?

Falls du ein Grundstück hast, aber noch keinen Garten, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, dich mit Analyse und deinen Wünschen für deinen Garten zu beschäftigen.

Was hast du, was willst du? (Solltest du den Analyse-Artikel noch nicht gelesen haben: Bitte fange jetzt nicht an mit den Bildbänden von Traumgärten oder den Pinterest Boards. Denke erstmal abstrakter. Wie genau das funktioniert, wird in diesem Beitrag erklärt. )

Winter im Garten – Zeit für Pläne!

Jetzt ist die perfekte Zeit zum Ideen spinnen und Skizzen machen, zum Träumen.

Was von den Dingen, die dir nicht gefallen haben, möchtest du verändern? In was könnte es sich verändern? Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, vielleicht steht ein größerer Umbau oder eine Neuanlage an?

Wenn du weißt, was gut war und was verbessert werden muss, kannst du anfangen, nach Lösungen zu suchen. Falls du dabei Hilfe brauchst, wende dich gern an mich.

Wenn dann im März und April die Sonne zurückkehrt und deine Gartennase juckt, wirst du nicht euphorisch, aber planlos ins Gartencenter rennen.

BILD Frühling

Bild eines Gartens voller Pastellfarbener Blüten, im Hintergrund eine undeutliche Person, der Stil beinahe impressionistisch
Spring is coming!

Du wirst euphorisch, aber gut vorbereitet starten.

Du hast deine Materialliste, deine Skizzen, die Beetplanung – fertig! 

Vielleicht hast du alles, was schwerer zu bekommen ist, schon rechtzeitig bestellt, anstatt dich mit Notfalllösungen aus dem, was gerade da ist, begnügen zu müssen. Du hattest auch Zeit, den Kostenrahmen abzuschätzen und noch ein paar Monate, ein bisschen was zurückzulegen.

Und du hast einen Winter mit deinem Garten im Kopf verbracht. Einen leuchtenden, spannenden Winter im Garten.

Also, eigentlich will ich wohl sagen: Wie schön, dass du da bist. Jetzt ist die perfekte Zeit, sich einmal quer durch alle Artikel hier zu lesen.

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Und wenn du überwältigt bist von allem, was in deiner Phantasie wächst (oder entsetzt, weil so gar nichts keimt), melde dich gern direkt bei mir.

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